|
"Helden der Hobbits" - Denn ganz am Ende...
Endlich war der Tag da. Der Tag des Finales der Tennis-Hobbyrunde-2010. Als amtierender Titelträger ist es immer schwer den Titel zu verteidigen, den man wird vom Jäger zum Gejagten. Acht Angriffe auf den Titel haben die Hobbits bereits erfolgreich abwehren können und nun hieß es in Paderborn alles zu geben um das Hobbits-Double perfekt zu machen. Nachdem der Hobbittroß am Samstag gegen 11.30 Uhr auf der Anlage beim Blau-Rot-Paderborn eintraf, wurde allen schnell klar:" Hier fühlen wir uns wohl, hier sind wir "fast" zu Haus !!!", den die Vorhut hatte in Paderborn ganze Arbeit geleistet. Gleich am Eingang war das große Hobbits-Schild zur Begrüßung aufgestellt, in den Blumenkästen wehten noch die Hobbitfähnchen des letzten Jahres und auf der Terrasse sprudelte schon der Brunnen ( zudem Zeitpunkt noch mit "Platzpatronen") Nach und nach trudelten auch die anderen Mannschaften ein. Erstmals in diesem Jahr wurde auch der dritte Platz auf Bezirksebene ausgespielt, Daher waren an diesem Wochenende 4 Damen- und 4 Herrenmannschaften vertreten, was einen regen Betrieb auf den Plätzen versprach. Die Titelverteidiger der Damenrunde aus Hövelhof mußten wie im Vorjahr gegen die Truppe aus Rödinghausen ran und die Damen des FC Sürenheide spielten gegen die Hobbies aus Borchen um den dritten Platz. Im Herrenbereich mußten die Hobbits gegen die Spieler vom TuRa Elsen den Titel behaupten und die Halbfinalgegner aus Greffen spielten um Platz drei gegen die Herren aus Hövelhof. Begonnen wurde jede Begegnung mit zwei Einzel. Als erstes mußten Berthold Fockel und Matthias Ilske die Farben des FC Stukenbrock vertreten. Während Ilske sich mit beindruckenden Ballwechseln einen Punkt nach dem Anderen erspielte, kam Fockel so gar nicht ins Spiel. Durch eine souveräne und sichere Spielweise ließ sein Gegner ihn von links nach rechts und von hinten nach vorne laufen, um dann die entscheidenen Punkte für sich zu verbuchen. Scheinbar machtlos mußte Fockel den ersten Satz mit 0:6 abgeben. Doch glücklicherweise versuchte Ilske Fockels fehlende Spiele wieder auszugleichen und gewann den ersten Satz 6:2. (Also nur zwei Minusspiele) Die schon am Ende des ersten Satzes festgestellten Veränderung von Fockels Spielweise brachten im Zweiten endlich auch punktetechnisch Erfolg. So ging er mit 1:0 in Führung, doch sein Gegenüber glich prompt zum 1:1 aus. Dieses Spielchen wiederholte sich bis zum Spielstand von 5:5, bevor Elsen die Führung übernahm und so die ersten Matchbälle holte. Doch Fockel wollte auf keinen Fall kampflos den Platz verlassen und wehrte ca. 10-15 Matchbälle ab, bevor die Partie mit 5:7 entschieden war. In der Zwischenzeit konnte Ilske noch eine Schüppe drauf legen und machte ein Spiel gut, indem er den Satz mit 6:1 beendete. (Zwischenstand nach zwei Einzeln: 1:1 Matche / 4:4 Spiele / 17:16 Spiele) Auf ging es in die nächste Runde, zu der sich der "Blitz" Hans Schulz und Dirk Mühlenweg warm machten. Bei Schulz auf dem Platz hieß es David gegen Goliath, den sein Gegenüber aus Elsen war knapp 2 Köpfe länger wie er, doch Schulz gelangen ein ums andere Mal sensationelle Stoppbälle, die auch Einfluß auf den Punktestand nahmen und wodurch die Partie reichlich an Spannung bekam. Bis zum 3:3 war es völlig ausgeglichen, doch dann schien der "Elsener-Gigant" die Tatik des "Blitzes" durchschaut zu haben und konnte erfolgreich zur Gegenwehr ansetzen und den Satz mit 6:3 für die TuRa beenden. Bei Mühlenweg hingegen schien es klarer zu laufen. Er holte sich schnell einen 2 Spiele-Vorsprung, den er bis zum 5:3 halten konnte. Doch dann schien Mühlenweg sich kopftechnisch selber im Wege zu stehen. Wollte er zu schnell und mit zuviel Kraft den Punkt machen, kam am Ende meist ein Fehler und somit ein Punkt für den Gegner heraus. Plötzlich lag er mit 5:6 im Hintertreffen, konnte aber zum Glück noch mit dem 6:6 das Tie-Break erreichen, welches er mit voller Konzentration für sich entschied. Somit war das Finale in den Sätzen wieder ausgeglichen. Um den zweiten Satz für sich zu entscheiden, mußte Schulz immer genauer spielen, damit sein Gegenspieler mit den langen Armen die Bälle nicht erreichen konnte. Leider landeten die Bälle dabei zu oft knapp neben der Linie im Aus, so das Schulz auch Punkte für Elsen sammelte und damit der Satz mit 6:1 an Elsen ging. Ob Mühlenweg nun von dem unnötig knappen ersten Satz angespornt war oder von der hohen Niederlage auf dem Nebenplatz sei dahin gestellt. Auf jeden Fall ließ er im zweiten Durchgang nichts anbrennen und holte das Match mit einem 6:2 Satzgewinn. Jetzt waren die Matches und die Sätze wieder ausgeglichen und nur in den Spielen lagen die Hobbits knapp mit 2 Spielen zurück. Jetzt hieß es wenigstens ein Doppel in 2 Sätzen zu gewinnen und im anderen die nötigen Spiele bzw. den nötigen Satz zu holen. Während sich Fockel und Ilske im Laufe der zweiten Einzelrunde erholen und erfrischen konnten, machten sich nun Chef-Hobbit Willi Heimann und Presse-Hobbit Alexander Brock daran die kalten Knochen aufzuwärmen, um die entscheidene und schwierige Aufgabe anzugehen. Das erste Doppel wurde mit Ilske und Brock gestellt, während Fockel und Heimann sich auf dem Nebenplatz einspielten. Um den zahlreichen mit- und nachgereisten Fans und Teamkollegen mit dem Titelgewinn zu Danken mußte jetzt alles gegeben werden. Parallel gingen beide Stukenbrocker Doppel mit 1:0 in Führung, doch schnell zeigte sich das jahrelange und erfolgreiche Zusammenspiel des ersten Elsener Doppel. Routiniert gingen sie mit 1:3 in Führung, während Brock und Ilske versuchten die Schwachstellen aufzudecken, um dann dort zu kontern. Schließlich gelang es den Beiden bis zu einem Spielstand von 3:4 heran zukommen, doch am Ende mußte sie den Satz mit 3:6 abgeben, aber mit einem Blick auf die Spielstandanzeige auf dem Nebenplatz war der Schmerz doch nicht so groß, den dort führten, zwar mit Mühe und Laufarbeit, Heimann/Fockel mit 5:3 und es sah alles nach Satzausgleich aus. Doch plötzlich war, wie schon bei Mühlenweg im Einzel, bei den Beiden der Wurm drin und es lief nix mehr. Sie gaben einen Punkt nach dem anderen ab und schon hatten die Elsener mit 4 Spielen in Folge den Satz 5:7 gewonnen. Somit hatte TuRa Elsen jetzt 2 Sätze Vorsprung auf die Hobbits. Nachdem der erste Schock überwunden war, griffen Ilske/Brock nocheinmal richtig an. Mittlerweile hatten sie sich auf das Spiel der Gegner eingestellt und ihre Maßnahmen fingen an zu greifen, sodas sie den zweiten Satz mit 6:3 gewinnen konnten. Doch leider ruften Heimann/Fockel nicht ihre gewohnte Trainingsleistung ab und verloren auch den zweiten Satz mit einem recht deutlichen 3:6. Jetzt hieß es also für Ilske/Brock nur noch Schadensbegrenzung zu betreiben, denn mit einem Satz Rückstand konnte der Titel nicht mehr gewonnen werden. Also legten sie im Champions-Tie-Break nochmal alles rein und gewannen den dritten Satz mit 10:6 für Hobbits. Nun stand es am Ende 3:3 Matches, 6:7 Sätze und 58:64 Spiele. Knapp vorbei ist halt auch daneben !!! Mittlerweile waren auch die anderen Partien beendet und alle trafen nach und nach am Clubhaus ein, um dort die ersten kühlen Erfrischungen zu genießen und den Siegern zu gratulieren. Im Laufe des weiteren Abends stellte sich recht schnell heraus, das die diesjährigen Vizemeister, die Hövelhofer Damen und die Hobbits, wieder einmal die wahren Meister im Feiern und beim Brunnentanz sind. Gegen Mitternacht machte sich dann " the best of the rest" auf den Weg Richtung Heimat. Hier angekommen zog man natürlich noch aus um die Vizemeisterschaft zu verkünden. Doch dabei kam es zu leichten Verlusten. Im ganzen Trubel ist die große, rot-weiße Head-Tennistasche eines Hobbits abhanden gekommen. Sollte jemand diese Tasche gesichtet ( oder mittlerweile "gerochen") haben, bitten wir denjenigen, sich in der Geschäftstelle des FCs zu melden oder eine kleine Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
zu schicken.
Doch wer jetzt denkt, das wäre das Ende der Hobbysaison 2010, der hat sich verschätzt. Nachdem der Sonntag zum Erholen genutzt worden war, ging es am Montagmorgen im Berufsleben wieder frisch zur Sache. Der eine im Außendienst, der andere im Büro am PC. Und bei der ersten Tasse Kaffee ließ so mancher Hobbit das Wochenende nocheinmal Revue passieren und stöberte ein wenig im Internet, um zu schauen wie bei anderen Vereinen die Hobbysaison beendet worden war. Irgendwann stieß man zufällig auf einen Namen, den man noch am Wochenende gehört hatte. Doch stand dieser Name nicht auf der Homepage der Tennisabteilung des TuRa Elsen, sondern auf der Seite eines anderen Tennisvereins. Und im Gegensatz zur Elsener Seite tauchte der Name nicht im Hobbybereich auf, sondern im Medenbereich. (kl. Anmerk.: "Meisterschaftsspiele im Tennis, die nach Carl August von der Meden, dem 1. Präsidenten des DTB, benannt wurden") Jetzt brauchte es keinen weiteren Kaffee mehr, denn es hieß nun weiter recherchieren, um den Verdacht zu bestätigen, bevor man weitere Pferde scheu machen würde.Denn laut der Ausschreibungen der Hobbyrunden ist man nur spielberechtigt, wenn man in keiner Medenmannschaft spielt. Es gibt aber die Ausnahme, das man 1x aushelfen darf. Beim zweiten Mal ist man festgespielt. Der betreffende Spieler hatte auch nur einmal in dieser Sommer-Saison gespielt, was auch in Ordnung gewesen wäre, wenn da nicht der nächste Punkt in der Ausschreibung gewesen wäre. Ein Spieler darf parallel im Medenbereich gemeldet sein, allerdings in der Setzliste nicht unter den Positionen 1 - 6. (also erst ab Position 7) Und der Elsener Spieler war bzw. ist in dem anderen Verein sogar als Nummer eins gemeldet und das mit einem LK-Wert von 16. Nachdem auch eine Verwechslung durch Namensgleichheit ausgeschlossen war, wurden diese gesammelten Informationen dem Bezirksbreitensportausschuß zur Prüfung vorgelegt, der dies gewissenhaft tat und daraufhin die Ergebnisse des Spielers annullierte. Somit ist das verlorene Einzel von Berthold Fockel mit 6:0,6:0 für die Hobbits gewertet worden und auch das ohnehin gewonnene Doppel von Ilske/Brock wurde nun mit 6:0;6:0 für Stukenbrock gewertet. Somit haben die Hobbits mit einem 4:2-Sieg das Double fürs Team und das Triple für den FC Stukenbrock geschafft. Denn am Ende, aber ganz am Ende...da heißt es nun mal im Bezirk: "ACHTUNG HOBBITS !!!"
Ergänzung: Eigentlich hat ein Sieg am "grünen Tisch" immer einen fahlen Nachgeschmack. Doch wenn man bedenkt, das dieser Spieler seid mindestens 2003 in dem anderen Verein Medenspiele ( im Schnitt 3-4 pro Saison) bestreitet und seid Jahren in Elsen am Hobbyspielbetrieb teilnimmt, ist man froh das so etwas endlich mal ans Tageslicht kommt. Leidtragende sind meist die Mannschaftskollegen und die anderen Hobbyteams, die dadurch zum Teil um den Finaleinzug gebracht worden sind. |