|
"Helden der Hobbits" - (Regen-) Schlacht am Kruskotten (12.07.09)
Während ein FC-Hobbit sich im weit entfernten Königreich Spanien fragte, ob es sich lohnen würde ins 100 km entfernte Marbella zu fahren, um dort die deutsche Daviscupmannschaft zu beobachten, oder ob es doch besser ist in Reichweite des Telefons bleiben, um frohe Kunde aus Stukenbrock zu erhalten, treffen sich die restlichen Hobbits zur zweiten Schlacht gegen die Hobbytruppe des FC Sürenheide auf der Tennisanlage am Kruskotten im verregneten Stukenbrock. Die Zeichen für einen weiteren Sieg standen eigentlich nicht schlecht, da man bereits informiert war, daß der Gegner, aufgrund der Ferienzeit, mit knapper Besetzung anreisen würde. Zudem hatte man auch noch den klaren Auftaktsieg (5:1) vom Hinspiel im Hinterkopf. Um 14 Uhr betraten dann die ersten acht Kontrahenten die Arenen und der Kampf konnte beginnen. Auf Platz eins mußte Berthold Fockel gegen einen Gegner antreten, den man aus dem Hinspiel noch nicht kannte. Auf dem Nachbarplatz stellte Matthias Ilske sich wieder seinem Gegner aus der ersten Partie, der hochmotiviert ins Match startete, hatte er doch noch eine Niederlage wieder gut zu machen. Ebenso erging es Dirk Mühlenweg, dessen Widersacher auch auf Revanche aus war. Auf Platz vier trat diesmal Mannschaftsführer Willi Heimann zu seinem ersten Einzel in dieser Saison an. Leider war er es auch, der als Erster, nach 90 gespielten Minuten, das Feld mit einer 4:6,2:6-Niederlage räumen mußte. Kurz darauf folgte ihm auch Ilske, der seinem Gegner zum 6:4,6:4-Sieg gratulieren mußte. Also nun schon 0:2 gegen die Hobbits. Jetzt hieß es für die Beiden, zusammen mit den sehr zahlreich erschienenen (!!!) Zuschauern, Fockel und Mühlenweg zum Sieg zu puschen. Fockel konnte den ersten Satz mit 6:4 für sich entscheiden und Mühlenweg ging, wie im Hinspiel, in den dritten Satz, nachdem er den Ersten mit 2:6 abgegeben und den Zweiten mit 6:4 für sich entschieden hatte. Wie in der Hobbyrunde üblich, spielten sie den Satz im Tie-Break aus, der dann leider mit 7:6 an den Spieler aus Sürenheide ging. Jetzt hieß es sogar schon 0:3 in Spielen. Um alle Hoffnung noch offen zu halten, mußte Fockel also gewinnen. Nach zwei Stunden Spielzeit standen ihm dann zwei Matchbälle zur Verfügung, wobei ihm der Erste zum 7:5 genügte. (Anmerkung des Autors: Die letzen 3 Ballwechsel wurden live, via Telefonschaltung, nach Spanien übertragen.) Beim Spielstand von 1:3 hieß es jetzt die Doppel geschickt aufzustellen. Da es in der Hobbyliga auch ein Unentschieden geben kann, mußten beide Doppel mit zwei klaren Sätzen gewonnen werden, um bei einem 3:3 mit mehr gewonnenen Sätzen als Sieger dar zu stehen. Doppel Nummer eins wurde von Ilske und Mühlenweg gestellt( einem Dortmund-und einem Schalke-Fan) und Nummer zwei von Fockel und Hans (Hennes) Schulz. Nachdem jeweils der erste Satz an die Gäste ging, hegte kaum noch jemand die Hoffnung auf einen Sieg. Im Gegensatz zu Fockel und Schulz (6:7,2:6), konnten Ilske und Mühlenweg den zweiten Satz für sich entscheiden und sicherten dann mit 4:6,6:3,7:6 den zweiten Stukenbrocker Punkt zum 2:4 Endstand. Sollte jetzt jemand der Meinung sein, der Sonntag hätte kein "Happyend"gehabt, so wird er nun eines Besseren belehrt. Während man den Tennisnachmittag mit den Gästen bei Schnitzel und kühlen Getränken ausklingen ließ und dabei die Wunden leckte, erhebte sich der Sürenheider Mannschaftsführer und gratulierte den Hobbits zum Sieg. Nachdem die erste Sprachlosigkeit gewichen war, kamen die ersten "hä ?" und "wie bitte ?". Daraufhin erklärte er, das sie keine komplette Mannschafts zusammenbekommen hätten, daher haben sie einen Spieler antreten lassen, der eigentlich im Medenspielbereich gemeldet ist und dort auch gespielt hatte.Daher sei er für den Hobbybereich nicht spielberechtigt und das Spiel müsse somit für den FC Stukenbrock gewertet werden. Wenn es im Tennisverband einen Fairplay-Preis geben sollte, so hat die Truppe aus Sürenheide ihn mehr als verdient. Sowas gibt es wahrscheinlich nur bei den Hobbits: "Zum Spiel antreten, obwohl man weis, dass man schon verloren hat." Respekt und vorbildlich !!! Aber nichts destotrotz zieht der Hobbit-Troß am 25.Juli Richtung Greffen um wieder "echte" Punkte einzufahren. |