Nervenstarke Hobbits feiern die Meisterschaft PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 23. September 2009 um 05:22 Uhr

TENNIS: FC Stukenbrock II gewinnt die Hobby-Runde des Tennis-Bezirkes OWL / Eigener Fanblock sorgt in Paderborn für Furore

Schloß Holte-Stukenbrock (he). Die Reise der Hobbits ist beendet. Doch statt gemäß Tolkiens Vorlage einen Ring in die Schicksalskluft zu schmeißen, warfen sich die Hobby-Tennisspieler des FC Stukenbrock II auf der Anlage des Paderborner TC Rot-Weiß lieber gegenseitig in die Arme. Mit 4:2 besiegten die Hobbits den TC RW Salzkotten und grüßen nun als neuer Bezirksmeister.
„Mit diesem Erfolgslauf hat zum Beginn der Hobbyrunde niemand gerechnet“, sagt Alexander Brock begeistert. Rund 30 Fans des FC-Teams waren in die Paderstadt gereist, um ihre Helden noch einmal zu Höchstleistungen anzustacheln. Und die lautstarke Kulisse verfehlte ihre Wirkung nicht. Bei den parallel auf der riesigen Anlage ausgetragenen Einzeln holten Berthold Fockel (6:3, 6:4) und Matthias Ilske (6:3, 6:2) nach knapp einer Stunde die ersten beiden Zähler, Hennes Schulz legte mit einem 6:4 und 6:4 nach – die Hobbits führten scheinbar vorentscheidend mit 3:0. Brock hätte in seinem Einzel ein einziger Satz genügt, damit die Stukenbrocker schon nach den Einzeln den Marillebrunnen hätten anwerfen können. Doch sein Salzkottener Kontrahent spielte all seine Routine aus und wahrte den Rot-Weißen mit einem 6:4 und 6:3 zumindest noch theoretische Chancen auf den Titel. Und diese minimale Möglichkeit wurde im Verlauf der Doppel immer größer, denn plötzlich drehte Salzkotten auf. Willi Heimann und Fockel verloren 3:6, 4:6, weshalb es nun am Duo Ilske/Schulz war, die entscheidenden Zähler einzufahren. Doch auch hier drohte Ungemach: Das TC-Doppel lag bereits mit 5:4 vorn – der Sieg schien auf der Zielgeraden noch in ärgster Gefahr. Doch die Hobbits – angefeuert vom frenetisch jubelnden Publikum – drehten noch einmal auf und den Satz zum alles entscheidenden 7:5. Der zweite, mit 6:1 klar gewonnene Satz diente nur noch der Statistik. „Wir haben uns mit neun Siegen gegen 32 Mannschaften aus ganz OWL durchgesetzt“, sagt Brock: „Damit sind wir verdient Meister.“ Meisterlich sind die Stukenbrocker bekanntermaßen auch im Feiern. Nach dem Sieg begann umgehend der Marillebrunnen zu sprudeln. Die in Spanien weilenden Mannschaftskameraden Detlef Frevert und Reinard Lüke wurden telefonisch über den Sieg informiert. Es ist nicht übermittelt, ob die Herren als Pendant zur Sieges-Marille auf Mallorca eine Meister-Sangria köpften. „Damit hat unsere Saga ein glückliches Ende gefunden“, so Brock: „Wir sind gespannt, ob wir das im kommenden Jahr wiederholen können.“ So oder so darf sich der Tennis-Bezirk darauf einrichten, dass es auch 2010 wieder „Achtung! Hobbits!“ heißen wird.

Geschafft! Matthias Ilske (l.) und Hennes Schulz
nach dem entscheidenden Punktgewinn.

Solide Rückhand:
Chef-Hobbit Willi Heimann spielt seine Routine aus.

Strahlende Gesichter am beleuchteten Brunnen: Dirk Mühlenweg, Theo Grewe, Berthold Fockel, Willi Heimann, Hennes Schulz, Harald Bökamp, Alexander Brock, Matthias Ilske und Serdar Oezcinar (v.l.).

(Quelle: Neue Westfälische vom 23.09.2009)

 
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