Bielefelder Teams sind auf Abstiegsplätze abonniert PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 08. August 2009 um 16:07 Uhr

DAMEN- TENNIS: Nur der BTTC darf noch auf den Klassenerhalt hoffen / TC Brackwede und FC Stukenbrock spielen 2010 in der Verbandsliga VON LARS FREITAG

Bielefeld. Schlimmer ging es nimmer: Mit dem Bielefelder TTC in der Westfalenliga, dem TC Brackwede sowie dem FC Stukenbrock (beide Oberliga) belegten alle drei auf Verbandsebene aktiven  Tennis- Damen-Mannschaften am Ende der Medensaison einen Abstiegsplatz. Sie feiern 2010 in der Verbandsliga ein Wiedersehen. Es sei denn, der TTC schafft den Klassenerhalt doch noch. In welcher Spielklasse der Bielefelder TTC im kommenden Jahr aufschlagen, hängt davon ab, wie viele Teams von der Westfalen- in die Regionalliga aufsteigen. Geplant waren ein Auf- sowie drei Absteiger in die Verbandsliga. Da das Team von Zvjezdan Nastic die Saison als Drittletzter abschloss, würden die TTC-Damen (2:5 Punkte, 21:42 Matches) bei einem vermehrten Aufstieg den wieder frei gewordenen Platz einnehmen dürfen.
,,Es wäre schön, wenn wir hiervon profitieren könnten. Sollten wir tatsächlich absteigen, müssen wir uns aber nichts vorwerfen lassen. Meine Spielerinnen haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles für den Verein gegeben“, so  Tennislehrer Nastic. In Münster und in Herne siegten die Damen von der Voltmannstraße, die übrigen fünf Partien verloren sie. Die meisten Zähler (fünf) steuerte Neuzugang Lorena Gheorge bei, die zweite rumänische Neuverpflichtung Alexandra Avirvarei zog an Position eins in allen sieben Spielen trotz einiger guter Ansätze jeweils den Kürzeren. Großes Manko war wieder einmal die personelle Situation: Der Kader bestand lediglich aus sechs Spielerinnen. Einmal musste Lioba Brand aus der Zweiten aushelfen.
Die Einzelbilanz: 1. Alexandra Avirvarei 7 Spiele/ 0 Siege; 2. Ivana Belancic 7/1; 3. Samira Mecherfi 7/2; 4. Lorena Gheorge 7/5; 5. Katharina Fedler 7/3; 6. Carolin Möller 6/2; 7. Lioba Brand 1/0.
Mit zwei überzeugenden 7:2-Siegen startete der TC Brackwede in die Spielzeit. Anschließend kassierten Mannschaftsführerin Steffi Hoch & Co allerdings nur noch Niederlagen. 2:5 Punkte reichten am Ende lediglich zum fünften Platz. Das bedeutete für den Aufsteiger (2:4 Punkte, 24:30 Matches) den direkten Wiederabstieg in die Verbandsliga. Weil die Oberliga aufgelöst wurde, mussten anstatt zwei diesmal insgesamt vier Mannschaften runter.Negative Auswirkungen auf die zweite Saisonhälfte hatte der verletzungsbedingte Ausfall von Julia Gotovskyte. Die Litauerin konnte nur in den ersten drei Begegnungen, bei den sie ihre Einzel alle gewann, mitwirken. Jolanta Twarowska stand erst ab dem dritten Spiel zur Verfügung, Gabriela Lencina (Schwangerschaft) und Vanessa Franz schlugen sogar jeweils nur einmal für ihren Klub auf. Dafür feierte an Position Irini Chrisowalantou Alexiou ihr Debüt in der ersten Mannschaft. Sie profitierte bei ihren zwei Punktgewinnen allerdings davon, dass ihre Kontrahentinnen gar nicht erst antraten. ,,Nächstes Jahr muss sich in personeller Hinsicht Einiges tun“ , sagte Steffi Hoch.
Die Einzelbilanz: 1. Jolanta Twarowska 4/1; 2. Julia Gotovskyte 3/3; 3. Gabriela Lencina 1/0; 4. Steffi Hoch 6/2; 5. Anastasia Tobert 6/2; 6. Katrin Mocek 6/3; 7. Carmen Borggrefe 5/2; 8. Vanessa Franz 1/0; 9. Irina Alexiou 3/2.
Von Verletzungspech konnte beim FC  Stukenbrock schon nicht mehr die Rede sein, das Team hatte vielmehr das, was salopp auch „die Seuche“ genannt wird. Die FCS-Damen bestritten keine der insgesamt sechs Partien in voller Besetzung. So wichtige Leistungsträgerinnen wie Christine Plückebaum (Mannschaftsführerin) und Anke Schneider, die beide nur einmal das Racket in die Hand nahmen, fielen fast die ganze Saison über aus. Die Polin Anna Jeczmionka – sie fehlte ab dem vierten Spieltag –, Andrea Goczoll und Olivia Frevert erwischte es ebenfalls.
Das Auswärtsspiel beim Dortmunder TK RW 98 musste Sportwart Karl Marxcord („So etwas habe ich während meiner 35-jährigen Tätigkeit als Sportwart noch nicht erlebt“) absagen, weil nicht genügend Asse zur Verfügung standen. Logische Konsequenz: Die  Stukenbrockerinnen, die 2008 noch in der Westfalenliga mitmischten, wurden als Tabellenletzter (0:6 Punkte, 10:44 Matches) in die Verbandsliga durchgereicht.
Die Einzelbilanz: 1. Tamara Mol 2/1; 2. Anna Jeczmionka 3/1; 3. Christine Plückebaum 4/0; 4. Anne Plückebaum 5/1; 5. Anke Schneider 3/0; 6. Andrea Goczoll 5/2; 7. Melanie Grosseastroth 5/1; 8. Stefanie Knietenbrink 1/0; 9. Olivia Frevert 2/0.

(Quelle: Neue Westfälische vom 16.07.2009)

 

 
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